Ablösewert

Der Ablösewert definiert den Wert eines Kredits zu einem bestimmten Zeitpunkt. Er wird berechnet durch die Differenz aus Ausgangswert eines Kredits und der bereits getilgten Raten. Findet beispielsweise eine Umschuldung, also eine Zusammenlegung mehrerer Kredite bei unterschiedlichen Kreditgebern zu einem Kredit bei nur einem Kreditpartner statt, wird hierfür ein Ablösewert der jeweiligen Kredite bestimmt. Die Kreditumschuldung wird gerne als Mittel zur Reduzierung der Gesamtschuld genutzt, da sich hierbei in der Regel Zinssatz und Länge der Abzahlung des Kredits deutlich verringern und Geld eingespart werden kann. Um eine Umschuldung verschiedener Kredite durchzuführen, einigen sich die jeweiligen Kreditgeber auf einen Ablösewert der jeweiligen Ausstände. Dieser wird aus dem aktuellen Restbetrag des Kredits, der Zinsen und eventuell entstehenden Verwaltungs- und Bearbeitungskosten berechnet. Außerdem werden bei der Berechnung des Ablösewerts auch die Kreditsicherheiten des Schuldners ermittelt, was weitere Kosten verursachen kann. Besteht beispielsweise eine Kreditsicherheit in Form eines Grundstücks oder Hauses, entstehen bei der Übernahme dieser Kreditsicherheiten Kosten durch einen Notar oder durch notwendige Änderungen im Grundbuch, die den Ablösewert erhöhen. Auch Bürgschaften werden von dem neuen Kreditpartner übernommen. Eine erfolgreiche Umschuldung und die Auszahlung des Ablösewerts des neuen an den alten Kreditgeber ist nur möglich, wenn im Gegenzug alle Kreditsicherheit an die neue Kreditbank übergeben werden.