Bürge

Ein Bürge wird oft hinzugezogen, wenn bei der Beantragung eines Kredit die Bonität eines Kreditnehmers alleine nicht ausreicht, um den Kreditgeber von dessen Zahlungssicherheit zu überzeugen. Der Bürge verpflichtet sich den Forderungen des Kreditgebers nachzukommen, falls der Kreditnehmer selbst in Zahlungsrückstand geraten sollte und selbst seine Fälligkeiten nicht begleichen kann. Der Kreditgeber schließt dann zusätzlich zu dem Darlehensvertrag mit dem Kreditnehmer, einen Bürgschaftsvertrag mit dem Bürgen ab. Viele Kreditnehmer wählen als Bürgen ein enges Familienmitglied, mit dem ein Vertrauensverhältnis besteht. Doch auch Geschäftspartner oder Freunde können als Bürgen fungieren. Stellt sich eine Person als Bürge zur Verfügung, sollte sie sich genau über die Folgen und Verpflichtungen, die damit einhergehen im Klaren sein. So ist es zu empfehlen, selbst zu prüfen inwieweit die Person für die gebürgt werden soll zukünftigen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann und wie sehr die Fälligkeit im Falle einer Versäumnis seitens des Kreditnehmers die eigene Situation belastet. Ein Bürge kommt jedoch nicht nur bei Bankkrediten zum Einsatz, sondern oft auch bei der Unterzeichnung von Mietverträgen. Trotz der Sicherheit durch die im Vorfeld entrichtete Kaution, verlangen viele Vermieter vor allem bei jungen Menschen mit geringem monatlichen Einkommen, wie beispielsweise Studenten, aber auch bei Selbstständigen und Freiberuflern einen Bürgen, der im Ernstfall die ausstehenden Zahlungen übernimmt.